Labortechnologie

Pipette

Fachmesse zeigt das Labor im Umbruch

Autor: Vogel Corporate Media/Edgar Lange

Das moderne Labor unterliegt künftig einem Paradigmenwechsel. Denn auch dieser Bereich hat maßgeblichen Einfluss auf Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im Biotech-/ Health-/ Pharma- und Food-Sektor. Moderne Labors dort sind heute entsprechend auszulegen sowie mit Informationstechnologie der neuesten Generation auszustatten. Um die Denkfabrik Labor künftig noch effizienter zu gestalten, gilt es zudem, manuelle Abläufe in automatisierte Prozesse umzusetzen und existierende Laborinformationsmanagementsysteme (LIMS) zu integrieren. Labore müssen auch bereit sein für wiederholte Formatwechsel und kleine Chargen. Erwartet werden z.B. vollautomatische Anlagen zur Erzeugung von Stammzellen oder hochentwickelte diagnostische Testmöglichkeiten bei Biomarkern, wie sie etwa für die Entwicklung von personalisierter Medizin benötigt werden. Auch die Arbeit etwa mit lebenden menschlichen Zellen ist mit höchsten Ansprüchen an eine Prozessautomatisierung und -steuerung verbunden.

Technologisch immer einen Schritt voraus

Anwendernah stellen Experten zukunftsweisende Lösungen hierzu auf der ILMAC 2016 vor. In Theorie und Praxis werden entsprechende Tools, Software- und Netzwerklösungen in den Bereichen Life-Science, Pharma, Healthcare, Chemie, Biotechnologie, Kosmetik, Nahrungsmittel präsentiert, die die Basis für das smarte Labor der Zukunft schaffen, und darüber hinaus den Kriterien der Industrie 4.0 entsprechen. Es geht also um neue Ansätze und Lösungen auf dem Gebiet industrieller Anwendungen der Labortechnologie.

Biotechnologie

Die Schlagworte dabei lauten:

  • höherer Probendurchsatz
  • Entwicklung individualisierter Krankheitsmodelle und personalisierter Medikamente
  • vernetztes High-Tech Labor mit Industrie 4.0-Charakter
  • das smarte Labor, zusammengesetzt aus kleinen verfahrenstechnischen Modulen

Visionäres Musterlabor der Zukunft

„Das Labor ist im Umbruch“, hört man aktuell vielerorts unter Branchenkennern. Der Laborgerätehersteller Memmert arbeitet zusammen mit weiteren Kooperationspartnern aus der Branche unter der Marke „Nexygen®“ am Next Generation Lab. Das visionäre Musterlabor soll vermitteln, wie sich das Laborleben in Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 verändern wird: Oberflächen übernehmen hier Aufgaben wie Rühren, Wiegen, Kühlen, Heizen. Laborschubladen lassen sich ohne Kontaminationsgefahr mit Gestensteuerung öffnen. Die nutzbare Fläche im Labor soll steigen. Die damit in Verbindung stehenden Schlagworte heißen: weniger Betriebskosten, mehr Flexibilität, Mobilität, Nachhaltigkeit, intelligente Oberflächen und vernetzte Geräte.

High-Tech Labor mit Industrie 4.0-Charakter

Wie Labore künftig aussehen können, zeigt auch das britische Bioscience Unternehmen Waters mit seinem zukunftsweisenden Analytical BioHub Labor in Alderley Park/UK. Das neue Labor für Wissenschaftler in der Pharma- und Life Science-Industrie ist mit Waters eigener state-of-the-art Flüssigkeits-Chromatographie und Massenspektrometrie zusammen mit einer Reihe analytischer Module sowie Informatik-Technologien ausgestattet und hat dadurch Industrie 4.0-Charakter. In Basel ist Waters mit seinem neuen Benchtop-Massenspektrometer Xevo TQ-XS vertreten. Die Ionentransferoptik und das verbesserte Detektionssystem mit einem linearen Bereich über sechs Größenordnungen sorgen für eine richtungweisende Verbesserung der Empfindlichkeit.

Sample Robot sorgt für mehr Durchsatz

Um bis zu drei Mal schneller als herkömmliche Systeme arbeitet auch der x-y-z Sample Robot der Metrohm AG, einem der weltweit größten Hersteller von Hochpräzisions-instrumenten für die chemische Analytik. Der x-y-z Sample Robot ist Teil von Metrohms Omnis Plattform ausgestattet mit bis zu sieben Racks mit einem Maximum von 175 Proben. Das voll automatische System ermöglicht die parallele Durchführung von vier verschiedenen Titrationen, und eignet sich damit für die Abarbeitung großer Probenserien mit höherem Probendurchsatz in einer kürzeren Zeit bei kleinerer Stellfläche.

Höheres Probenvolumen bewältigt

Die manuelle Probenvorbereitung kann bisweilen komplex, zeitaufwändig und fehleranfällig sein. Mit einer Innovation will Aussteller Gilson (Schweiz) nun die Lücke zwischen händischem und automatischem Liquid Handling für den Hochdurchsatz schließen: Mit Pipetmax, einer Weiterentwicklung des bekannten Pipetman, einem modernen und preiswerten Pipettierautomat für das leistungsfähige Life-Science Labor. Es handelt sich um eine leicht zu bedienende Plattform, welche die Automatisierung von manuellen Pipettierschritten auf dem Gebiet von zahlreichen molekularbiologischen Applikationen ermöglicht.

Mehr Effizienz und den Durchsatz im Labor auch bei der Flüssigchromatographie hat sich Aussteller Shimadzu auf die Fahnen geschrieben. Das Unternehmen der instrumentellen Analytik bringt dazu auf diesem Sektor seine neue Nexera -i MT auf den Markt. Das Novum: Die Dual-Flow-Linie Nexera -i MT verfügt über zwei unabhängige Strömungslinien, eine für UHPLC (Ultra High Performance Liquid Chromatography / Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) und die andere für die HPLC-Analysen.

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